Apulien und das Aprilwetter

Diesmal gibt es einen Bericht zu einer ganzen Region. Das hängt zum einen damit zusammen, dass wir Apulien nur punktuell spannend fanden, zum anderen damit, dass wir ein bisschen fauler und gleichzeitig mehr auf der Straße waren. Und dass wir gerade ein bisschen schreibfaul sind.

Pistazieneis Nr.12 (Gallipoli)
In Gallipoli schaut man aufs Meer
 Unseren Start haben wir in Gallipoli gemacht, das kleine Örtchen liegt ganz südlich im Stiefelabsatz. So klein ist es auch gar nicht, aber klein ist das Centro storica, die historische Altstadt, durch die es sich wunderbar spazieren ließ. Und gutes Eis (na klar, Pistazie) gab es hier auch. Der Campinplatz La Massera, etwas außerhalb, am Strand gelegen, wirkte auf den ersten Blick nicht besonders, war aber so nett, dass wir hier wieder viel Zeit mit Rumhängen verbracht haben. Ein bisschen Luxus zwischendurch: In der Nebensaison kriegt man den Schlüssel zum eigenen Bad beim Checkin mit dazu.

endlich Leben in der Stadt (Lecce)
Caponata
 Weiter ging es nach Lecce. Hier hat es uns sehr gut gefallen, nette Atmosphäre, tolle Altstadt (Barock), interessante Menschen unterwegs. Und Foursquare sei mal wieder Dank haben wir ein total tolles kleines (hippes) Restaurant gefunden, mit diversen Craft Beers auf der Karte, Weinen aus der Region und leckerstem Essen. Ein echtes Highlight!

Mit einem Übernachtungsstopp in Monopoli (Nein, nicht im Hotel) ging es weiter nach Bari, bislang die größte Stadt für uns. Nach Neapel die größte Süditaliens. Hier haben wir Philipps Cousine getroffen und sind mit ihr durch die Touri-Altstadt gestreift. Sehr hübsch, mit Meerblick und dem Grab des Heiligen Nikolaus.

peace out San Nicola
Nach einem Wegabstecher in ein weiteres Centro Commerciale, übernachteten wir das erste Mal auf einem Agritourismo (in Bescegli) und einem sehr sehr schönen noch dazu. Zwischen Olivenbäumen, Gemüsebeeten und dem Gänsegehege -alles sehr idyllisch. Olivenöl von dort haben wir natürlich sofort eingepackt.

Agricampeggio unter Olivenbäumen
Castel del Monte
 Von dort aus war es nicht weit zu einem geschichtsträchtigen Tagesziel, dem Castel del Monte, 1240 in Auftrag gegeben von Friedrich II. Er begegnet uns nun schon zum zweiten Mal auf unserer Reise, er war nämlich auch mal König von Sizilien. Um das Castel ranken sich so einige Mythen. Fängt schon damit an, dass man sich nicht hundertprozentig sicher ist, zu welchem Zweck das Schloss gebaut wurde. Und welche Symbolik darin wie verbaut ist. Acht Ecken – acht Türme, die jeweils achteckig sind usw.

Nationalpark Gargano
 Unsere letzte Apulienstation war die Küste der Halbinsel Gargano – der Sporen des Italienstiefels. Komplett ein Nationalpark ist die Landschaft hier wieder atemberaubend, schroffe Felsen, weiße Strände, dichte Pinienwälder – wunderschön und für jeden was dabei. Leider war aber das Wetter nicht so recht auf unserer Seite: Regen, Wind und Sonne, eigentlich war alles dabei. Aber die richtig gemütlichen Frühlingstemperaturen blieben leider aus. Und das fängt irgendwann auch bei Totalentspannung an zu nerven, wenn man fast den kompletten Tag draußen verbringt. Unser Abstecher nach Vieste bescherte uns den ersten Spritz auf unserer Reise (endlich!) und eine Ahnung davon, wie es hier in der Hauptsaison wohl aussieht (brechend voll).  

 

Vieste
Zwischenfazit:
13 Pistazieneis
1xYoga
1xMountainbiken

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