Agrigento und das Tal der Tempel

Tal der Tempel

Leider haben wir zwar den Regen, aber nicht den kalten Wind hinter uns gelassen. Der und die nicht immer ganz frühlingshaften Temperaturen machen es, besonders abends, etwas ungemütlich. Aber Standheizung sei Dank, kriegen wir auch das hin. 🙂 Aber so werden die Tage kurz, wenn wir kurz nach Chewie selber ins Faltdach steigen. Denn das Abends vor dem Bus sitzen klappt bei kaltem Wind nicht so gut.

Die Fahrt nach Agrigento [sprich: Agridschento] führt uns durch das beeindruckende Inselinnere: sehr viele Berge, karge Felsen, sattgrüne Wiesen, bunte Blütenmeere, sprudelnde Bäche, sehr idyllisch und dabei fast unangetastet wirkend. Zwischendurch einige Städte, in die Berge gebaut und verlassene Bausünden- aber sehr viel weniger, als noch an der Küste.

Agrigento vereint krasse Gegensätze: hoch im Berg die moderne und die Altstadt, alle Häuser Ton in Ton wie der Kalkstein des Berges, unten das Tal der Tempel (Valle dei Templi), die noch ältere Altstadt quasi.  

vorne alt, hinten neu  

 

Obwohl die Bezeichnung Tal der Tempel ein bisschen irreführend ist: Wirklich erkennbare Ruinen stehen nur noch von zwei Tempeln, sonst liegen viele alte Steine und stehen Säulen rum. Aber das ist trotz allem sehr beeindruckend. Und der Grund warum Agrigento auf jedem Urlauberprogramm hier steht. Wir wollten dazu auch der lebendigen Stadt eine Chance geben. Für einen kurzen Spaziergang gibt sie etwas her, aber tagsüber war sie so verlassen, dass die kleinen verwinkelten Gassen außer uns menschenleer waren – ein bisschen gespenstisch war das schon. Und leider auch wieder ein bisschen vernachlässigt. Aber wenn mehr Leben unterwegs ist, sieht das vielleicht schon wieder anders aus.  

in den Gassen von Agrigento 

Neue Erkenntnis: Busfahren ist auf Sizilien ein Glücksspiel, bei dem man mit Pech auch mal als Spaziergänger auf der Schnellstraße enden kann.
Und: Wir haben den ersten Fahrradweg entdeckt: an der Strandpromenade von San Leone, dem Lido von Agrigento. Dummerweise fahren hier offenbar sonst keine Fahrräder – weder unser Klingeln irritierte die Spaziergänger auf dem Weg, noch bewegte es sie zur Seite zu treten. Entdeckung des Tages: mit Pistaziencreme gefüllte Croissants.  

 

Der Wind und die Kälte ließen uns schnell wieder auf den Weg machen – an der südlichen Ostküste sollte das Wetter wieder wärmer sein. Avola wir kommen.

   

        Outdoor-Küche 

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